Frau Meier, die Amsel

Nach Wolf Erlbruch, für Menschen ab 5.

Frau Meier macht sich Sorgen, große und kleine. Herr Meier meint, sie solle die Sorgen auf ein Blatt schreiben und diese an einen Baum hängen. Im Herbst fallen sie vielleicht runter und dann sind sie hin und weg, meint Herr Meier. Dann findet Frau Meier eine kleine Amsel und plötzlich denkt sie nicht einmal mehr an den Kuchen im Backofen. So eine kleine Amsel und schon so alleine! Frau Meier bringt ihr das Fressen bei und das Fliegen. Das Fliegen?

Ein Stück, indem das Unmögliche möglich wird, eine erstaunliche und trotzdem wahrscheinlich wahre Geschichte.

Beste Produktion 2017 - Kulturbörse München

Termine im Spielplan

Datum Beginn
16.10.2018 10:00
17.10.2018 10:00
20.10.2018 16:00

Das sagt die Presse:

 

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Höhenflüge im wahrsten Sinne

Herr und Frau Meier sitzen am Tisch
„Frau Meier, die Amsel“ des Theaters Zitadelle begeisterte am Mittwoch bei der Vorarlberg-Premiere in Hohenems. Homunculus/Böckle (Foto: Vorarlberger Nachrichten)

 

Homunculus wartet wirklich mit dem Besten auf, was das Puppentheater zu bieten hat.
Hohenems Große Literatur und bekannte Märchen gehören zum Festival Homunculus ebenso wie die kleinen feinen Geschichten aus dem Alltag. Mit „Hin ist Hin“ entwickelte etwa die Schweizer Gruppe Dakar ein perfides Spiel um Sein und Schein, das auf einem Text von Ödön von Horváth basiert, bei dem lebensgroße Puppen zum Einsatz kommen, die bei der Österreich-Premiere am gestrigen Abend die Klassiker-Serie perfekt fortsetzten. Berücksichtigt hat diese die neue künstlerische Leiterin Susi Claus heuer auch mit dem dritten Teil der „Berliner Stadtmusikanten“ des deutschen Theaters Zitadelle.

Zum Liebhaben
Geht es hier, in der freien Adaptierung des tierischen Aufstands, durchaus um Sein und Haben oder gar um eine befriedigende Lebensgestaltung, so bringt ausgerechnet ein gefiederter Freund die ängstliche Frau Meier auf den Boden. „Frau Meier, die Amsel“ wurde gestern im ausverkauften Haus zwei Mal vom Zielpublikum – das heißt, von Menschen ab fünf Jahren – bejubelt. Was Regina und Ralf Wagner als Vorarlberg-Premiere anzubieten hatten, ist ein Stück zum Liebhaben. Die Aufführung, während der aus dem Mobiliar ein Garten wächst, ein winziger Vogel bei viel Zuwendung und mit einer Portion Würmer flügge wird und Herr Meier am Ende immer noch auf seinen Kuchen wartet, in der dafür aber ein Baum alle seine aus Angstzitaten bestehenden Blätter verliert, ist herzerwärmend und sprachlich wie im Spiel mit winzigen Puppen perfekt umgesetzt. Die Ängste sind irrational, aber gerade als solche mit feinen Verweisen auf gesellschaftlich relevante Themen durchzogen. Die Generationenkluft zwischen Bühne und Publikum ist an sich groß, aber sofort überwunden, weil das Agieren der Schauspieler überreich an Geist und Witz bis hin zum trockenen Humor ist und das Lebendigwerden der Materie bis zum finalen Amselflug hochprofessionell über das Aktivieren der Fantasie funktioniert. VN-cd

An der Produktion arbeiteten mit:

Regie: Anna Fregin, Daniel Wagner
Regieassistenz: Lea Lechler
Spiel: Regina Wagner/ Ralf Wagner
Text: Therese Thomaschke und Team
Ausstattung: Ralf Wagner
Figuren: Mechtild Nienaber, Ralf Wagner
Musik: Stefan Frischbutter
Kostüme und Hintergrund: Ira Hausmann
Textile Mitarbeit: Evelyn Höpfner
Technik: Ralf Wagner

 

 

Technisches

Spieldauer: 45-50min
Aufbauzeit: 2h
Abbauzeit: 1h
Zuschauerbegrenzung: 120

Bühne
Podest: 5 x 5m
Podesthöhe: 60cm bzw. ansteigende Sitzplätze

Licht
Anlage wird mitgebracht, vorhandene Anlage wird gern genutzt

Ton
Anlage wird mitgebracht, vorhandene Anlage wird gern genutzt

Technische Bedingungen
Stromanschluss 220 V
verdunkelbarer Raum

 

Motive und Reihenfolge der Fotos entsprechend der Abbildungen rechts.
Veröffentlichung nur mit Urheberangabe.
Fotos: Klaus Zinnecker

Mit Genehmigung des Peter-Hammer-Verlages.

Gefördert vom Regierenden Bürgermeister von Berlin,
Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten